Seminar Oberlaa GmbH

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Gewinnfreibetrags-Rechner

 Hier geht´s zum GFB-Rechner für natürliche Personen mit einer oder mehreren Einkünftsquellen

Hier geht´s zum GFB-Rechner für Personengesellschaften (Mitunternehmerschaften)
    erweitert für bis zu sieben Gesellschafter + eine allfällige GmbH
  

Ab 2013 wird der höchstmögliche Gewinnfreibetrag umso geringer, je höher der Gewinn ist. Also gerade umgekehrt zum Einkommensteuertarif. Nach einer "Praktikermethode" lässt sich der GFB berechnen, wie folgt:

  
Gewinn

  % 
    
     zuzüglich    
  ergibt insgesamt 
      maximalen GFB in Höhe von     
               0,-  bis   30.000,-               13 %        Null   3.900,-
        30.001,- bis 175.000,-         13 %    Null  22.750,-
      175.001,- bis 350.000,-           7 %    10.500,-  35.000,-
      350.001,- bis 580.000,-            4,5 %    19.250,-  45.350,-
      580.000,- bis ...                     ---  ---  45.350,-

Beispiel:Gewinn       € 427.958,-       x 4,5 %  =   € 19.258,11 + € 19.250,-     = € 38.508,11

Die Zusammenrechnung der Bemessungsgrundlagen mehrerer Betriebe führt über € 175.000,- dazu, dass der persönliche GFB-Deckel niedriger ist als die Summe der GFBs, die sich ohne Zusam­menrechnung der Bemessungsgrundlagen ergäben.

§ 10 Abs 1 Z 7 EStG sieht zwingend vor, den persönlichen GFB-Deckel im Verhältnis der Gewinne der einzelnen Betriebe, auf diese zu verteilen. Erst danach kann der Grundfreibetrag nach Wahl des Steuerpflichtigen bei einem oder mehreren Betrieben geltend gemacht werden.

Die sich aus dem"GFB-Tarif" ergebende Deckelung ist gem § 10 Abs 2 EStG auch auf Gewinne von Mitunternehmerschaften anzuwenden. Der für die Mitunternehmerschaft zu ermittelnde Höchst­betrag ist auf die Gesellschafter im Verhältnis ihrer steuerlichen Anteile am Gewinn der Mit­unternehmerschaft aufzuteilen. Den GFB-Rechner für Mitunternehmerschaften finden Sie HIER.

Nur der Grundfreibetrag kann nach eigenem Gutdünken verteilt werden. Die mehrfache Deckelung und die Verteilung der investitionsbedingten Gewinnfreibeträge auf mehrere Einkunftsquellen wurden in der Fachliteratuer massiv kritisiert und wurden konstruktive Verbesserungsvorschläge gemacht, leider erfolglos.

Der GFB-Rechner soll Praktikern die komplizierte Berechnung abnehmen. Weitere Details dazu finden Sie im Arbeitsbuch 2013 zu den Herbstseminaren des Oberlaa-Teams.